Donnerstag, 17. Februar 2011

Wer die „Kalte Schnauze" nicht kennt...


...hatte keine schöne Kindheit ^^

Denn für mich gehört die Kalte Schnauze
(auch bekannt als „Kalter Hund" oder „Kellerkuchen") einfach zu einer meiner ersten Kindheitserinnerungen, wenn ich an Geburtstage und Kuchen denke.
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es nämlich diesen tollen Schoko-Keks-Kuchen
bevorzugt zu Geburtstagen von uns Kindern... hmm...
ich glaub das ließ nach, nachdem meine älteste Schwester ihre Lehre
zur Konditorin erfolgreich abgeschlossen hatte und wir danach
ständig mit sehr leckeren Buttercremetorten versorgt wurden ^^
Kalte Schnauze ist in meinem Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis
bekannt und einige bereiten diesen Kuchen auch heute noch zu
Kindergeburtstagen oder anderen Festlichkeiten zu.

Umso überraschter war ich, als ich hörte das Sonja 
(jüngstes Mitglied und Schriftführerin der Heiderjury) 
dieses Leckerli nicht kannte!!! 
Ein Skandal!!!
Vor allem weil Andrea (die Mutti) Kalte Schnauze kennt und
diese auch von ihrer Mama ab und an als Kind bekommen hat... tztztz...
Wie gut, das Andrea am vergangenen Freitag Geburtstag feierte und ich
eh vorhatte, ihr zu diesem Tag einen kleinen Geburtstagskuchen zuzubereiten.
(Zugegeben, ich hatte schon vor die Kalte Schnauze zu machen,
bevor ich wusste das Sonja sie nicht kennt...
aber so konnte ich dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen).
Da es zig verschiedene Rezepte für diesen Kuchen gibt notiere ich hier direkt mal auf welche Weise ich die Kalte Schnauze herstelle:

**************


Kalte Schnauze/Kalter Hund/Kellerkuchen

Zutaten:

250g Palmin (das flache und keinesfalls das Palmin Soft!!)
125g Backkakao
250g Puderzucker
4 Eier
1 – 1 ½ Pkt. Butterkekse


Zubereitung:


Das Palmin langsam in einem kleinen Topf auf niedrigster Stufe auflösen,
es soll nur gerade so schmelzen und klar werden und darf keinesfalls kochen.
(Das Fett hat einen geringen Schmelzpunkt und löst sich 
schon bei leichter Erwärmung gut auf)
Währenddessen die Eier und den Puderzucker schaumig rühren.
Vorsichtig das Kakaopulver unter mischen – und ich meine wirklich vorsichtig, 
denn das Pulver staubt wie hulle und ohne die entsprechende Vorsicht 
sieht man schnell aus wie ein kleiner Schokobär ^^ 
(ich spreche da aus aktueller Erfahrung).
Wenn alles gut vermischt ist, langsam das abgekühlte Palmin unterrühren
und die Masse noch gute 3 Minuten weiter verrühren,
damit sich das Palmin gut mit den übrigens Zutaten verbindet
und sich beim späteren erkalten nicht als als weiße Fettschicht absetzt.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen
(wer eine Silikonkastenform benutzt kann sich diesen Schritt sparen),
durch das Backpapier lässt sich der Kuchen später ohne Probleme aus der 
Form lösen, das wäre sonst NICHT möglich!
Beginnend mit einer Schicht Schokomasse 
(die jetzt geschmeidig zähflüssig sein sollte)
fangen wir an die Form zu füllen.
Zum gleichmäßigen verstreichen der Masse nehme ich immer einen 
Butterkeks welcher dann eh in der nächsten Lage abgelegt wird.
Ich verbrauchee für eine Kastenform knapp eine Packung Butterkekse 
(2 oder 3 bleiben am Ende immer über...ich glaub das muss so sein, damit man die restliche Schokomasse gleich mit Keks essen kann ^^) 
und erhalte 6 Keksschichten 
– wichtig, die oberste Schicht besteht nur aus Keksen, da sie später 
den Boden des Kuchens bildet.

Nun ab mit dem Kuchen in den Kühlschrank damit er fest werden kann
(am besten direkt über Nacht – so haben auch die Butterkekse die Zeit 
die sie benötigen um etwas weicher zu werden und so noch besser schmecken).

Die kalte Schnauze eine gute halbe Stunde vor Verzehr aus dem Kühlschrank
nehmen und auf eine Kuchenplatte stürzen – wer mag kann sein Werk
auch noch ein wenig mit Streuseln etc. verzieren.

Am besten schneiden lässt sich der Hund mit einem großen Küchenmesser.

Und jetzt....essen und genießen ^^

*************

Da ich an Andreas Geburtstag arbeiten musste und dummerweise nicht über
eine Transportbox für Kastenkuchen verfüge (noch nicht!),
musste meine kalte Schnauze ihr dasein bis kurz vor der Präsentation
in der Form verbringen...als Verzierung gab es aus diesem Grund dann
auch „nur" 2 Kerzen die erahnen lassen wie überaus
jung unsere Lieblingsandrea geworden ist ^^
(Wie immer entschuldige ich mich für die schlechte Bildqualli...
diesmal ist Andreas Iphone4 daran schuld...aber ich muss echt daran denken,
in Zukunft immer meine Digicam mitzuschleppen wenn ich meine
Ergebnisse fotografieren will seufz)



Nachdem es ein sehr leckeres Essen vom Chinaman gab, 
war es an der Zeit für den Nachtisch...
die große Stunde meiner Kalten Schnauze war gekommen.
Nun sollte Sonja zum ersten Mal in ihrem Leben diesen Kuchen testen und 
ich war sehr auf ihre Reaktion gespannt.
Ich wurde nicht enttäuscht – als das Kind (hust sie ist 20 Jahre alt) den
ersten Bissen im Mund hatte, breitete sich auf
ihrem Gesicht ein seeliges Lächeln aus und ihre Augen 
leuchteten wie zwei kleine Sterne...
soooo selig und glücklich hab ich sie in den ganzen 5 Jahren in
denen ich es jetzt kenne noch nieeee gesehen – war das schön.

Leider hat sie sich geweigert so ablichten zu lassen – dabei sah sie so süß
aus mit dem Schokomund und ihrem „Ich bin im Himmel"-Ausdruck im Gesicht ^^
Dieses Gefühl findet man auch in der Heiderjury-Wertung weiter unten wieder.

Mir persönlich hat die Kalte Schnauze auch mal wieder richtig gut geschmeckt
und ich frage mich, warum ich nur 1 Stück abbekommen habe????
Naja für den Notfall habe ich noch genug Zutaten zu hause um mir
spontan eine Schnauze nur für mich alleine zu machen *fg*

*******

Sehr geehrte Damen und Herren:
hier sind die Results of the German Heiderjury!!!!
Seht euch dieses Wunder an!
Seht ihr dieses Gottesgeschenk von einem leckeren Kekskuchen!?
Seht ihr die Schokolade!
Einfach unbeschreiblich!
Die Optik dieses Kuchens, übertrifft alles!
Bei seinem Anblick denkt man schon: Gott ich danke dir!
Bei dem Anblick dieses Himmelsgeschenk, läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen, ja gar soviel, das man kleine Segelboote darauf fahren lassen könnte.
Nach dem Anblick wollen wir uns nun mit der Konsistenz auseinander setzten:
Faaaannnnttttaaasssttiiiisscchhhh!
Die Schokolade ist nicht zu hart, sie war genau richtig.
Leicht bissfest, trotzdem weich genug für jeden Zahn egal welchen alters.
Die Kekse im inneren waren ebenso perfekt.
Sie waren sogar so gut, das sie noch ein leichtes "Knacken" auslösten beim reinbeißen, wie es sich für einen anständigen Butterkeks auch gehört.
Gehen wir nun über zum Geschmack.
Was sollen wir sagen?
Die Schokolade war am Rand etwas breiter gehalten, 

was einen unglaublichen Schokoladentraum präsentierte.
Sie zerging im Mund und löste beim ersten Kontakt mit den Geschmacksknospen ein pures Glücksgefühl aus.
Auch der super leckere Keks, der wie bereits erwähnt, sogar noch ein leichtes "Knacken" beinhaltete, war geschmacklich sehr gut.
Schön butterkeksig und süß.
Kombiniert betrachtet, lösen Schokolade und Keks eine wohlwollende Erinnerung aus.
Auch die Form des Kuchens ist schlicht und einfach gut.
Aufgrund des üppigen Anblicks der Schokolade, die vollkommen baff macht ist die schlichte Form ausgezeichnet gewählt.
Wäre sie auffallender bzw. schnörkeliger, wüsste das Auge nicht worauf es achten sollte, die Form oder der überwältigende Anblick von Schokolade!

Geben wir dem Kekskuchen nun eine Note, können wir uns hier

 eindeutig auf eine 1+ mit * einigen!
Der Geschmack, verdient sich die Bestnote, durch den auffallend leckeren Schokoladenüberschuss.
Die Konsistenz ist wie erwartet beim Anblick des Traumkuchens.
Die Form exakt gewählt!
Wir können keine Abstriche machen.

Wir gratulieren zur Bestnote und bitten nochmals um Verzeihung 

für die Verzögerung der Beurteilung!

Mit freundlichen Grüßen
die German Heiderjury

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Ich glaube die anderen Esser mochte den Kuchen auch, zumindest habe
ich nichts gegenteiliges gehört – außer vielleicht das die Hummel und auch
Andrea meinten das selbst ein kleines Stück schon sehr mächtig sei und
einem Schoko-Overkill gleich käme...aber so soll es ja auch sein ^^
Tja, das war es dann für heute wieder... ich melde mich sehr bald wieder
immerhin wurde heute der feuchte Kokosblechkuchen verputzt den
ich gestern Abend gebacken habe ^^

Winke, Eure Back-Elfe


1 Kommentar:

  1. Das war der tollste Geburtstagskuchen den ich je
    bekommen habe ;-)

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